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STREETS Community Development (Kapstadt, Südafrika)

STREETS in Kapstadt war für etliche Jahre eine Alternative zu den herkömmlichen Kinderheimen. Diese sind oft reine Schlafstätten ohne pädagogische Betreuung. Damit sorgen sie implizit für ein Verbleiben der Jugendlichen auf der Straße, anstatt sie in angemessener Form auf die Rückführung in ihre Gemeinschaften und Familien vorzubereiten. Seit 1992 hatte STREETS zuerst im Stadtteil Woodstock und danach in Salt River ein Tageszentrum betrieben, das den Kindern und Jugendlichen als Anlaufstelle diente. In den ersten Jahren bis 1997 wurde besonders mit Theater als Medium eine Aufarbeitung der oft traumatischen Erlebnisse auf der Strasse erreicht. Gleichzeitig wurde über Kontakte zu den Familien eine Wiedereingliederung vorbereitet. Dies gelang wegen der z.T. noch intakten Großfamilien in vielen Fällen. Seit dem Umzug in ein eigens als Tageszentrum errichtetes Gebäude 1997 wurde es immer schwieriger, einen verbindlichen Kontakt zu den Jugendlichen aufrecht zu erhalten.
Ein überschneller Aufbau und die entsprechende Einstellung von MitarbeiterInnen führte zu immer größeren Schwierigkeiten bei der Geschäftsführung. Trotz der erfolgreichen Eingliederung und Rückführung mehrerer hundert Kinder und Jugendlicher in den Jahren bis 1999 führten die hohen Lohnkosten zu immer größeren finanziellen Engpässen.
So musste 2000 die Organisation wegen Zahlungsunfähigkeit aufgelöst werden. Die Gebäude werden von einem kirchlichen Träger weiterhin als Tageszentrum für Straßenkinder genutzt. Big ist manchmal eben doch nicht so beautiful.


streets e.V. wurde 1999 ursprünglich als Partnerschaftsverein für STREETS in Kapstadt gegründet. Nach der Auflösung der Organisation in Kapstadt begann streets e.V. mit der Unterstützung anderer Projekte.